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Erdgas

Referenzdaten und technische Informationen über Erdgas für Verbrennung-Anwendungen.

naturalgas

Übersicht

Erdgas ist ein fossiler Brennstoff, der hauptsächlich aus Methan (CH₄) besteht, mit geringeren Anteilen an schwereren Kohlenwasserstoffen, Kohlendioxid, Stickstoff und Spuren von Schwefelverbindungen. Es wird aufgrund seiner hohen Energiedichte pro Masseneinheit und der im Vergleich zu Kohle oder Öl relativ sauberen Verbrennung weit verbreitet für Heizung, Stromerzeugung und industrielle Prozesse eingesetzt.

Erdgas in Pipeline-Qualität enthält typischerweise 85–98 % Methan (Volumenanteil) und hat eine relative Dichte (spezifisches Gewicht) von 0,58–0,72 bezogen auf trockene Luft. Sein unterer Heizwert (LHV) liegt je nach Zusammensetzung und Messbedingungen ungefähr bei 34–40 MJ/m³.

Ursprünglicher Glossar-Umfang

Die Quellseite trägt den Titel Erdgas-Glossar und beschreibt Erdgas als Brennstoff, der umfangreich in Wohn-, Gewerbe- und Industrieanwendungen eingesetzt wird. Sie dient primär als Glossar-/Sucheinstiegsseite und verweist die Leser auf ein externes Erdgas-Glossar der American Gas Association. Die nachfolgenden technischen Referenzabschnitte bewahren diesen Quellumfang und ergänzen den für Auslegungs- und Verbrennungsarbeiten benötigten Berechnungskontext.

Original-Quelltext beibehalten: "Engineering ToolBox - Resources, Tools and Basic Information for Engineering and Design of Technical Applications!" Originaler Glossar-Absatz beibehalten: "A natural gas glossary with search terms." Externer Glossar-Link beibehalten: American Gas Association Natural Gas Glossary.

Wichtige Formeln

Wärmefreisetzungsrate

Q=m˙LHVQ = \dot{m} \cdot LHV

Wobei m˙\dot{m} der Massenstrom des Brennstoffs und LHV der untere Heizwert auf Massenbasis ist.

Volumetrische Wärmefreisetzung

Qv=V˙HIvQ_v = \dot{V} \cdot HI_v

Wobei V˙\dot{V} der Volumenstrom und HIvHI_v die Heizintensität pro Volumeneinheit unter Standardbedingungen ist.

Stöchiometrisches Luft-Brennstoff-Verhältnis

AFstoich=mairmfuelAF_{stoich} = \frac{m_{air}}{m_{fuel}}

Für reines Methan beträgt das stöchiometrische Luft-Brennstoff-Verhältnis nach Masse etwa 17,2:1.

Überschussluft aus Rauchgas-Sauerstoffgehalt

EA=O2,flue21O2,flue×100%EA = \frac{O_{2,\,flue}}{21 - O_{2,\,flue}} \times 100\%

Eine gängige Feldmethode zur Abschätzung der Überschussluft aus einer trockenen Rauchgas-Sauerstoffmessung.

Wobbe-Index

WI=HIvSGWI = \frac{HI_v}{\sqrt{SG}}

Gase mit gleichem Wobbe-Index können in einem Brenner ausgetauscht werden, ohne die Wärmeeintragsleistung zu ändern.

Variablen

SymbolBeschreibungTypical Unit
QHeat release rateW
Q_vVolumetric heat releaseW
Mass flow ratekg/s
Volumetric flow ratem³/s
LHVLower heating value (mass)J/kg
HI_vHeating intensity (volume)MJ/m³
AFAir-fuel ratio (mass)
EAExcess air%
O₂,flueOxygen in dry flue gas% by vol
WIWobbe indexMJ/m³
SGSpecific gravity (air = 1)

Typische Zusammensetzung

7 Zeilen
Repräsentative Zusammensetzung von Pipeline-Qualität Erdgas
Component
Formula
Molbruch (%)
MethaneCH₄87
EthaneC₂H₆5.5
PropaneC₃H₈2.5
ButanesC₄H₁₀1
KohlendioxidCO₂1.5
NitrogenN₂2
Pentane+C₅+0.5

Quelle: engineeringtoolbox.com

Verbrennungseigenschaften der Hauptkomponenten

6 Zeilen
Unterer und oberer Heizwert bei 15 °C und 1 atm auf Volumenbasis; stöchiometrischer Luftbedarf in m³ Luft pro m³ Brennstoff
Gas
LHV (MJ/m³)
HHV (MJ/m³)
Spezifisches Gewicht
Stoich. Luftverhältnis
Methane33.937.70.5549.52
Ethane60.365.61.03816.68
Propane86.493.21.52223.86
n-Butane112.2121.22.00630.94
Hydrogen10.2120.0692.38
Kohlenmonoxid11.811.80.9672.38

Quelle: engineeringtoolbox.com

Wärmeabgaberechner

Erdgas-Wärmeabgabe

Einheitenkonverter

Erdgas-Energie- und Durchflusseinheiten-Konverter

Wiederhergestellte Originalquellentabellen

Die folgenden Tabellen wurden von der Originalquellenseite wiederhergestellt, um die vollständigen Referenzdaten zu erhalten.

Die zwischengespeicherte Originalseite enthielt eine Such-/Navigationstabelle, da die Quelle hauptsächlich ein Glossar-/Sucheintrag ist. Der technische Inhalt dieser Tabelle ist der externe American Gas Association Glossary-Link und die Beschreibung "Ein Erdgas-Glossar mit Suchbegriffen", die beide im Abschnitt Original Glossary Scope oben erhalten sind. Nicht-technische Suchsteuerelemente sind unten aufgeführt.

2 Zeilen
Quellentabellen-Abdeckung des Erdgas-Glossars
Quellenzeilentext
Migrationsbehandlung
Such-/Navigationszeilen des Erdgas-GlossarsGlossarzweck, AGA-Link und Suchbegriffbeschreibung im Fließtext erhalten.
Website-SuchsteuerelementeNicht-technische Layout-Steuerelemente wurden absichtlich als diese Quellentabellen-Abdeckungsnotiz zusammengefasst.

Quelle: engineeringtoolbox.com

Technische Hinweise

  • Heizwertbasis ist wichtig. HHV (Heizwert) umfasst die latente Wärme des Wasserdampfs in den Verbrennungsprodukten; LHV (Brennwert) schließt diese aus. Kesselwirkungsgradberechnungen in Nordamerika verwenden häufig den HHV, während in der europäischen Praxis üblicherweise der LHV verwendet wird. Das Vermischen der Konventionen führt zu Wirkungsgraden über 100 % bei Brennwertkesseln.
  • Feuchtigkeit und Höhe. Die angegebenen Heizwerte beziehen sich auf trockenes Gas unter Standardbedingungen (typischerweise 15 °C oder 20 °C, 1 atm). Die tatsächliche Versorgung variiert mit dem Wasserdampfgehalt, dem barometrischen Druck und der Umgebungstemperatur.
  • Relative Dichte und Messung. Blenden- und Turbinenzähler sind empfindlich gegenüber der Gasdichte. Unkorrigierte Messwerte können um 5–10 % abweichen, wenn die tatsächliche relative Dichte vom angenommenen Wert abweicht.
  • Luftüberschussregelung. Erdgasbrenner werden typischerweise auf 3–15 % Luftüberschuss (1–3 % O₂ im Abgas) eingestellt. Zu wenig Luftüberschuss birgt das Risiko unvollständiger Verbrennung und CO-Bildung; zu viel beeinträchtigt den Wirkungsgrad und erhöht die NOₓ-Emissionen.
  • Wobbe-Index-Toleranz. Viele Brennerspezifikationen akzeptieren eine Wobbe-Index-Variation von ±5 % ohne Nachjustierung. Pipelinebetreiber überwachen diesen Parameter, um die Gerätekompatibilität über verschiedene Versorgungsquellen hinweg sicherzustellen.
  • Wasserstoff-Beimischung. Die Beimischung von bis zu 10–20 % Wasserstoff (volumenbezogen) in Erdgaspipelines wird derzeit aktiv untersucht. Der geringere volumetrische Heizwert und der breitere Brennbarkeitsbereich von Wasserstoff erfordern sorgfältige Brenner- und Sicherheitsbewertungen.
  • Superkompressibilität (Z-Faktor). Bei Drücken über etwa 10 bar führt das ideale Gasgesetz zu Fehlern von mehreren Prozent. Der Z-Faktor korrigiert die zwischenmolekularen Kräfte; er wird aus Zustandsgleichungen wie AGA 8 oder GERG-2008 berechnet.

Referenzen